HumHub Installation auf dem Webserver

Nachdem ich vor einiger Zeit schon mal über das Self hosted Social Network mit HumHub berichtet habe, geht es dieses mal um die Installation von HumHub.

HumHub Requirements

Die folgenden Requirements müssen erfüllt sein, damit eine HumHub Installation auf dem eigenen Webspace möglich ist.

  • Apache 2.x
  • MySQL
  • PHP 5.4+ mut CUrl, Multibyte String Support und PDO MySQL Extension

Wer sich nicht ganz sicher ist, ob auf dem Webserver PHP 5.4+ mit CUrl, Multibyte String Support und PDO MySQL Extension installiert ist, kann das ganz einfach prüfen.

Einfach die folgende PHP Datei erstellen, auf den Webserver kopieren und im Browser aufrufen.

<?php
phpinfo();
?>

Ruft man die Datei im Browser über http auf, erhält man eine sehr umfangreiche Liste aller möglichen Informationen über das System, die PHP Version, die installierten Module usw.
Momentan interessiert uns davon nur das folgende:

Ist CUrl installiert?

Dazu sucht man einfach nach dem Eintrag “cURL support”. Ist dahinter “enabled” zu lesen, kann es weiter gehen.

Hat man den Multibyte String Support?

Genau wie bei der Suche nach dem cURL support, kann man auch hier einfach nach “Multibyte Support” suchen und findet ein “enabled” in der Tabelle vor.

Ist die PDO MySQL Extension installiert?

… Suche nach “PDO support” = enabled …

So weit so gut. Damit sind alle nötigen Bedingungen erfüllt, um HumHub zu installieren. Fehlt eine oder mehrere der Requirements, muss man sich mit dem Webhoster auseinandersetzen. Allerdings handelt es sich bei den PHP Extensions um Komponenten, die so gut wie bei jedem Webspace mit PHP und MySQL im Standard enthalten sind.

Optional arbeitet HumHub noch mit anderen Komponenten, die aber nicht zwingend erforderlich sind. Daher hier nur der Vollständigkeit halber die optionalen Requirements für HumHub:

  • ImageMagick
  • PHP LDAP Support
  • PHP APC
  • PHP Memcached
  • Apache XSendfile

Die HumHub Installation

Die HumHub Installation ist denkbar einfach. Nach dem Download von HumHub (z.B. von hier https://github.com/humhub/humhub) kopiert man alle Dateien und Verzeichnisse (incl. Inhalt :-) ) direkt in das Hauptverzeichnis des Webspace.
Danach ruft man im Browser den URL der Installation auf (z.B. http://meinsozialesnetzwerk.de/) und es erscheint direkt der erste Bildschirm der Installationsroutine.

01_HumHub

Hier gibt es nicht viel zu tun. Einfach auf “Next” klicken und schon geht es los. Aus Entwickler Sicht möchte ich noch dazu sagen, dass der Dialog nicht ganz sinnlos ist. Das Ziel eines solchen Screens ist es dem Webmaster das Gefühl zu geben, dass es sich um eine qualitativ hochwertige Software handelt, die in von nun an die Hand nimmt und es ihm so einfach wie möglich macht.
Das klingt vermutlich ein wenig albern, ist aber durchaus sinnvoll, denn schließlich möchte HumHub auf einem Webspace installiert werden und wer installiert schon Software auf dem eigenen Webspace, die einem nicht von Anfang an das Gefühl gibt, dass man sich voll und ganz auf die Qualität verlassen kann.
Gerade heute ist so etwas von essenzieller Bedeutung. Schließlich wird jeden Tag in den Medien über Hacker Angriffe, Bot-Netzwerke, Sicherheitslücken und andere IT relevanten Sicherheitsprobleme berichtet….

Auf dem zweiten Screen gibt es dann evtl. schon etwas mehr zu tun.

02_HumHub

Vor der Installation prüft HumHub ob die erforderlichen Requirements alle erfüllt sind. Ist das der Fall hat man kein Problem und man kann gleich wieder auf den Next Button klicken. Wenn hier aber etwas fehlt, sollte man sich mit dem Webhoster auseinandersetzen und die benötigten Komponenten installieren lassen.
In meinem konkreten Beispiel fehlt z.B. der PHP APC Support. Allerdings ist HumHub so nett und weist mich direkt darauf hin, dass es sich um ein optionales Requirement handelt. Dieser APC (Alternative PHP Cache) ist wie der Name schon sagt ein Cache, den HumHub vermutlich für die Steigerung der Leistung benötigt. Da ich momentan nicht davon ausgehe, dass mein Social Network innerhalb von wenigen Tagen viele tausende neue Mitglieder begrüßen darf, ignoriere ich diese Anforderung und mache weiter.

Auf dem dritten Screen wird es dann etwas technischer.

03_HumHub

HumHub speichert alle Daten in einer MySQL Datenbank (daher ist auch die PDO MySQL Extension nötig). Um Zugriff auf die Datenbank zu bekommen sind folgende Daten bereitzuhalten und in das Formular einzutragen. Wie bei den meisten web basierten Anwendungen, die eine MySQL Datenbank verwenden handelt es sich um die üblichen Felder. Aufgefallen ist mir hier nur, dass man keinen Präfix angeben kann. Das macht es schwieriger, eine MySQL Datenbank, für mehrere Systeme zu verwenden. Gerade bei kleinen Webspace Paketen ist die Anzahl der MySQL Datenbanken stark begrenzt und da macht so ein Prefix wie ihn z.B. WordPress nutzt, schon Sinn.

HumHub MySQL Parameter

1. Hostname der Datenbank (in den meisten Fällen ‘localhost’ oder ein vom Webhoster festgelegter Server Name der MySQL Installation.

2. Username mit dem HumHub auf die Datenbank zugreifen kann. Der User muss in der Datenbank die Rechte zum lesen, schreiben und zum erstellen der Datenbank Struktur besitzen.

3. Passwort des MySQL Users.

4. Name der MySQL Datenbank. Der Name der Datenbank, die von HumHub verwendet werden soll. Die Datenbank sollte schon existieren. In den meisten Fällen kann man diese Datenbanken in der Webhosting Software des Webhosters verwalten.

Damit ist die MySQL Konfiguration schon erledigt. Nach dem Klick auf “Next” dauert es ein wenig, denn nun läuft die Installation. die Tabellen werden angelegt, die Konfiguration wird geschrieben, etc.
Nachdem die Installation abgeschlossen ist sieht die HumHub Datenbank wie folgt aus.

humhub.db-tables

Noch ist alles leer, doch schon auf dem nächsten Screen geht es weiter.

04_HumHub

Natürlich braucht ein Soziales Netzwerk auch einen Namen. Den kann man hier angeben. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Allerdings würde ich von Namen wie Facebook, Twitter oder Google+ erst mal abraten.

Nun ist das HumHub Social Network schon fertig eingerichtet. Fehlen nur noch die Nutzer. Auf dem folgenden Screen kann man sich schon mal selbst als Administrator registrieren.

05_HumHub

Nun ist man selbst also die Nummer 1 im Self hosted Social Network. Damit ist die Installation auch abgeschlossen und HumHub gratuliert zur erfolgreichen Installation.

06_HumHub

Nach der Installation kommt man über den Login Dialog zur HumHub Installation.

07_HumHub

So sieht also ein Social Network aus, das komplett leer ist.

08_HumHub

Naja, nicht ganz leer, einen Nutzer gibt es ja schon.

Fazit:
Die Installation von HumHub ist kinderleicht. Aber nach der Installation geht die Arbeit ja erst los. Denn nun heißt es aufstehen, hinausgehen und möglichst viele neue Mitglieder für das eigene Soziale Netzwerk gewinnen.

Mobiltauglichkeit als Rankingfaktor

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Am 21. April ist es so weit. Die Mobiltauglichkeit einer Webseite wird zum Rankingfaktor. Kein Aprilscherz, sondern bitterer Ernst für viele Unternehmen, die das Thema mobile Webseite bisher nicht auf der Agenda haben.

Um zu testen, ob die eigene Seite den Kriterien für die Mobiltauglichkeit genügt, kann unter  https://www.google.de/webmasters/tools/mobile-friendly/ einen Test auf Optimierung für Mobilgeräte durchführen.

Sieht das Ergebnis aus wie auf dem folgenden Screenshot, dann kann man sich wieder zurücklehnen und weiter schlafen :-)
Test auf Optimierung für Mobilgeräte

Bis zum 21. April ist es nicht mehr lange und die Mobiltauglichkeit einer Webseite lässt sich in vielen Fällen nicht mal eben hinzufügen. Im Vorteil sind natürlich die Webmaster, die über ein CMS verfügen, bei dem man schnell mal der Theme auswechseln kann.

Was die Gründe angeht kann man natürlich wieder in beide Richungen spekulieren. Auf der einen Seite ist natürlich klar, dass die mobile Internet Nutzung immer stärker auf dem Vormarsch ist und Google nur im Sinne des Nutzers handelt. Auf der anderen Seite sind die meisten mobilen Endgeräte mit denen die Nutzer im Internet surfen Android Geräte. Da Google hinter Android steht, kann man hier auch wieder ein Eigeninteresse vermuten.

Fazit
So oder so, wer Google nicht ärgern möchte und auch am 21. April noch in den Suchergebnissen vertreten sein möchte sollte sich diesen Hinweis zu Herzen nehmen und dem Webdesign eine Mobiltauglichkeit verpassen. Selbst wenn man es nicht für Google und den Rankingfaktor macht, freuen sich am Ende doch auch die Besucher, wenn die Seite auch unterwegs auf dem Handy einigermaßen lesbar ist.

Mehr zu “Mobiltauglichkeit als Rankingfaktor” unter: http://googlewebmastercentral-de.blogspot.de/2015/02/mehr-fuer-mobilgerate-optimierte-suchergebnisse.html

VibeWrite Lernstift ist insolvent

Seit ich das Kickstarter Projekt “Pebble” mit eun paar Euro unterstützt habe, ist schon einige Zeit vergangen und ich habe sie dieser Zeit viele Crowdfounding Projekte unterstützt. Manche Produkte waren echt toll und andere eher ein Reinfall, doch bisher habe ich immer etwas für die Unterstützung zurück bekommen.

Bie dem VibeWrite Lernstift wird das wohl nicht der Fall sein, da ich gerade folgende Mail bekommen habe:

Hallo,

Es fällt mir unendlich schwer, diese Nachricht zu senden. sie kommt auch sehr spät, weil ich lang gekämpft habe einen Ausweg zu finden.

Ich muss ihnen leider mitteilen, dass VibeWrite insolvent ist.

Ich habe den Dezember und Januar intensiv genutzt um für das Projekt und unser Team einen Investor bzw. Käufer zu finden. Am aussichtsreichsten habe ich die Gespräche mit Mont Blanc, Lamy und einigen Verlagen empfunden.

Bis zum Ablauf der Frist (Insolvenzgeld Arbeitnehmer) (31.01.2015) ist es mir jedoch nicht gelungen einen Investor für VibeWrite zu finden.

Somit ist seit 02.02.2015 traurige Gewissheit, dass die Insolvenz für VibeWrite UG (haftungsbeschränkt) nun eröffnet wird.

Ich trage mit mir die schwere Last, dass Ihr Kauf und der bezahlte Kaufprei damit in der Tat verloren ist. Es war mein großes Ziel, dies für Sie als verhindern zu können.

Wir hatten fast alles “beisammen” um die Auslieferung zu starten.
Plastik, neue Computer.. Die Verpackung wurde dann bereits nicht mehr angefertigt.

Wir haben ganz Unglaubliches erreicht. Für den Markt der “Handschriftlichen Datenerfassung” haben wir den technisch fundamentalen Durchbruch erreicht! Das wäre ohne Ihr Investment nie möglich gewesen… Wir haben die Serien-Produktion vorbereitet, und ein Marken- sowie Produkt-Umfeld geschaffen.

Das wir es nicht schneller geschafft haben, ein erstes fertiges Produkt auf den Markt zu bringen – ja, das kann man uns vorwerfen. Sicher lassen sich auch bei mir als Person und Gründer Fehler finden… Ich allein habe viele Gedanken darüber zugebracht.

Dass es an der Anschlussfinanzierung bei Verzögerung des Projektes scheitern kann … dies gehört zu den möglichen Entwicklungen eines Startups in der “freien Wirtschaft”.

Der Lernstift – VibeWrite ist nach meiner Ansicht ein ganz außergewöhnliches Projekt. Ich gehe davon aus, dass dies nicht das Ende des Projektes ist – auch wenn ich derzeit keinen Weg wüsste, wie man das aktuelle Scheitern abwenden könnte. Schade, dass sich nicht die Gelegenheit ergab, dass Sie uns persönlich kennen lernen konnten. Sie hätten bei jedem einzelnen gespürt, wie viel Leidenschaft und Hingabe wir in VibeWrite gegeben haben.

Was uns allen bleibt ist der Blick nach vorn. Unsere Mitarbeiter werden rasch Jobs finden, da bin ich sicher.

Sollten Sie Fragen zum Insolvenzprozess haben, richten Sie diese bitte mit dem Vermerk “VibeWrite” an:

Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte Partnerschaft
Unterer Anger 3, 80331 München
089 5480330, info@pohlmannhofmann.de

Beste Grüße, Ihr Falk Wolsky

Naja, das ist immer das Risiko bei der Unterstützung eines Startups und es war mir natürlich auch bewusst. Trotzdem macht mich diese Nachricht doch ganz schön traurig, da ich mich schon sehr auf den Stift gefreut habe. Nicht nur für meinen Sohn, sondern auch für mich hätte dieser Stift im Alltag sehr hilfreich sein können.
Naja, eine Insolvenz ist nicht immer das Ende und evtl. findet sich ja doch noch ein Investor und Der VibeWrite Lernstift hat noch eine Zukunft.

Ich drücke die Daumen und hoffe das Beste.

Das Interesse an Google Glass ist ungebrochen

Folgenden Screenshot habe ich heute Morgen um 08:00 Uhr von einem Google Glass Post bei Google+ gemacht.

Google x  labs It’s hard to believe that Glass started…

Innerhalb weniger Stunden sind über 160 Kommentare geschrieben worden. Der Beitrag ist mehr als 400 mal geteilt worden und Mehr als 1000 Leute haben +1 für den Beitrag gegeben. Das ist wohl ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Google Glass doch noch nicht Tot ist und dass es nun an der Zeit sei, den Google Glass Prototypen zu einem fertigen Produkt zu bringen. Ob wir dieses Jahr endlich die fertige Google Glass im Handel sehen werden, bleibt ungewiss.

Hier noch der Link zu dem Beitrag:
https://plus.google.com/+GoogleGlass/posts/9uiwXY42tvc

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich Google Glass eine Chance geben soll. Privat finde ich so eine Brille eher störend und beruflich habe ich noch keine Idee, in wie weit mir die Brille helfen könnte. Interessant finde ich es aber trotzdem….

Android App Promotion für Spiele

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Oscar Clark hat in dem Artikel „THE GOLD RUSH IS OVER“ einen lesenswerten Beitrag über die Computerspiele Industrie und ihre Probleme veröffentlicht. Seiner Meinung nach geht es der Industrie sehr gut. Es gibt mehr Spiele als je zuvor und die Anzahl der Downloads ist auch höher als je zuvor.

Das eigentliche Problem hat, wie so oft, mit Geld zu tun. Der geschätzte durchschnittliche Erlös pro Spiel ist nur noch $5,250. Da es sich bei der Kurve der Umsätze nicht um eine gerade Linie handelt müssen die gemittelten Einnahmen pro Spiel sogar auf $400 reduziert werden. Das ist viel zu wenig, da die geschätzten durchschnittlichen Entwicklungskosten für ein Spiel sich in etwa bei $25,000 bewegen.

Die Hoffnung, einen Erfolg wie z.B. Flappy Bird oder Clash of Clans im Google Play Store zu platzieren lässt die Computerspiele Industrie auch weiterhin wachsen. Das ist gut für die Spieler, die heute mehr spielen als je zuvor und doch die Möglichkeit haben, viele gute Spiele zu spielen ohne für die Spiele bezahlen zu müssen. Dank dem sehr beliebten „Free-Minimum-Model“ das heute in so gut wie jedem erfolgreichen Spiel zum Einsatz kommt.

Entscheidend für den Erfolg eines Spiels im Google Play Store ist neben der gelungenen Spielidee und einer ansprechenden Umsetzung auch das App-Marketing. Bei mehr als 1.000.000 Apps und Spielen im Google Play Store (Stand 07.2013) muss man sich den Weg an die Spitze mühsam erarbeiten. Hat man es dann aber geschafft, kann man sich auf reichlich Downloads gefasst machen.

Hier ein paar Beispiele (Stand 16.12.2014):

  • Clash of Clans 100.000.000–500.000.000 Installationen
  • Candy Crush Saga 100.000.000–500.000.000 Installationen
  • Mein Talking Tom 100.000.000–500.000.000 Installationen
  • Pou 100.000.000–500.000.000 Installationen
  • die Simpsons™ Springfield 50.000.000–100.000.000 Installationen
  • Real Racing 3 50.000.000–100.000.000 Installationen
  • 2048 10.000.000–50.000.000 Installationen
  • Candy Crush Soda Saga 10.000.000–50.000.000 Installationen
  • Minecraft – Pocket Edition 5.000.000–10.000.000 Installationen
  • Plants vs. Zombies 5.000.000–10.000.000 Installationen

Neben diesen Spielen, gibt es noch eine Reihe anderer Apps, die noch wesentlich mehr Installationen verzeichnen können. Allen voran Gmail, YouTube und Maps mit 1.000.000.000 – 5.000.000.000 Installationen. Und es werden täglich mehr.

Erinnere ich mich zurück an mein altes Nokia 7110 mit einer Handvoll Spielen, bin ich mit Snake II und Racket auch immer ganz zufrieden gewesen. Es gab ja nichts anderes. Entweder man hat die vorinstallierten Spiele gespielt oder halt nicht. Die Welt war einfach und die Handy Hersteller haben festgelegt, welche Spiele man zu spielen hat.

Heute sieht das anders aus. Aus dem Mangel ist ein Überfluss geworden und heute hat niemand mehr die Möglichkeit, alle verfügbaren Spiele auszuprobieren. Google versucht natürlich unser Verhalten zu tracken und zu bewerten um uns Vorschläge zu machen. Daneben gibt es noch diverse Portale, Foren, Blogs und Toplisten, die uns alle sagen wollen, welches Spiel wir denn nun als nächstes Spielen sollen. Aber das alles sind nur mangelhafte Lösungen zur Auswahl der Spiele und Apps.

Neue Spiele haben es in dieser Situation sehr schwer, auf einem natürlichen Weg die nötige Aufmerksamkeit zu erhalten. Das Zauberwort lautet hier App-Promotion. Dabei geht es darum, mit Hilfe verschiedener Hebel die Aufmerksamkeit in der Startphase so weit zu steigern, dass die Spieler nicht mehr anders können, als das Spiel zu installieren und zu probieren. So die Theorie. In der Praxis klappt das leider eher selten und nicht nur abhängig von der App Promotion Strategie sondern auch von der Spielidee und der Umsetzung.

Mögliche App-Promotion Strategien

Die App in den Appstore bringen (Google Play, Amazon, etc.)

Das wichtigste ist es natürlich, die App erst mal im App-Store zu haben, denn laut Forrester nutzen 63% der Smartphone Nutzer den Appstore als Anlaufstelle zum Finden von neuen Apps. „So weit so gut aber welcher Appstore ist denn der Richtige für die App?“ denkst Du gerade vielleicht. Aber der Gedanke ist falsch. Richtig währe: „Welcher Appstore ist denn der falsche für mich?“. In alle anderen App Stores sollte die App eingetragen werden. Eine sehr umfangreiche Liste von möglichen App-Stores findet man hier.

E-Mail Marketing

E.Mail Marketing ist ein alter Hut und funktioniert noch immer gut.
Wenn man die Möglichkeit hat, seine Zielgruppe per E-Mail zu erreichen, sollte man diese Chance nutzen. Es gibt nur sehr wenig andere Promotion Maßnahmen, die so erfolgreich sind wie das direkte E-Mail Marketing. Hat man die E-Mail Adressen der Zielgruppe nicht zur Hand oder sprechen andere Hürden (z.B. rechtliche Aspekte) gegen eine direkte Ansprache per Mail, dann helfen auch Blogs, Foren und Soziale Netzwerke zur indirekten Ansprache.

Den Preis reduzieren

Dank des “Free-Minimum” Modells vieler Apps ist das nicht immer ganz einfach, aber doch möglich. So kann man kostenpflichtigen Erweiterungen für einen begrenzten Zeitraum reduziert anbieten. Z.B. kann man im Spiel „Real Racing 3” gelegentlich neue Autos zu Schnäppchenpreisen kaufen. Hat man aber nicht genug virtuelle Währung auf dem virtuellen Konto, kann man den virtuellen Kontostand erhöhen, indem man den realen Kontostand ein wenig reduziert. :-)
Diese Strategie funktioniert in den meisten Fällen sehr gut und wird nicht nur von EA erfolgreich angewendet. Daneben gibt es noch viele andere kreative Ideen, den Spieler dazu zu bewegen, über seinen Schatten zu springen und doch mal einen Euro auszugeben. Diese Strategie dient aber eher der Monetarisierung eines erfolgreichen Spiels als der Neukundengewinnung.

Android Gamer Blogs, Foren und Soziale Netzwerke

Netzwerken heißt das Zauberwort. Über Foren, Blogs, Facebook, Twitter, und andere Soziale Kanäle kann man frühzeitig Kontakt zu Spiele begeisterten aufnehmen und vorab schon mal eine Alpha oder Beta Version zeigen. Das Zauberwort heißt hier “Pre–Launch–Marketing”. So kann man das Spiel schon bewerben, bevor es auf den Markt gebracht wird.
Der Google Play Store hat dafür eine eigenständige Funktion. So ist es möglich, eine im Play Store als „Beta“ gekennzeichnete Version nur einem ausgewählten Nutzerkreis anzubieten. So erzeugt man schon vor dem Launch Aufmerksamkeit und bekommt wertvolles Feedback für Verbesserungen und Bugfixes.

App Store Ranking

Das App Store Ranking ist das A und O des App Marketings. Eine App die im Google Play Store für den Begriff „Wetter“ ganz vorne steht, hat es geschafft. Doch wie genau funktioniert denn nun ASO (App store optimization). Ähnlich der SEO (Suchmaschinenoptimierung) gibt es hier eine Reihe von Ranking Faktoren, die dann eine App für einen Suchbegriff ranken lassen. Welche Faktoren das genau sind, weiß niemand so genau und ist von Appstore zu Appstore unterschiedlich. Trotzdem haben sich folgende Faktoren in den meisten Fällen als relevant herausgestellt:

  1. Keywort im Titel
  2. Keywort in der App Beschreibung
  3. Keywort im Promo Text
  4. Anzahl der Downloads
  5. Positive aber natürliche Ratings/Reviews
  6. App Icon
  7. Screenshots der App für alle Formate (Smartphone, Tablett 7“ und 10“)
  8. Internationalisierung der App
  9. Möglichst wenig Deinstallationen
  10. Soziales Engagement (+1 auf G+)
  11. Backlinks die den Appstore Eintrag verlinken

Diese Faktoren beeinflussen das Ranking der App im Appstore. Es ist wichtig, die relevanten Suchbegriffe (Keyworte) im Auge zu behalten und die Position der App in den Suchergebnissen des App-Stores zu prüfen um evtl. auftretende Änderungen zu registrieren und die Konkurrenz im Auge zu behalten. (https://blog.kissmetrics.com/app-store-optimization/)

Youtube, Everyplay und Co.

Das Sharing von Gameplay Videos hat ein enormes Wachstum hingelegt und Portale wie Youtube und Everplay haben dazu beigetragen, dass viele Gamer sich Tipps und Tricks von Gleichgesinnten abschauen indem sie sich diese Gameplay Videos ansehen. Auch Google hat diesen Trend erkannt und in das aktuelle Android Release (Android – 5.0 Lollipop) eine Funktion ergänzt, die Bildschirm-Aufzeichnung (Screencast) und -Spiegelung (Mirroring) ohne Root möglich macht. So können Spielabläufe mit geschnitten und die erstellten Videos direkt bei Youtube, Everyplay und Co veröffentlicht werden.
Diese kostenlose Marketing Maßnahme sollte den Spielern so einfach wie möglich gemacht werden. Zu diesem Zweck ist es nötig, die Funktion der Bildschirm-Aufzeichnung und Veröffentlichung direkt in das Spiel zu integrieren und vorhandene Hürden von vorneherein aufzulösen.

Weitere Infos zu Everplay: http://www.insidemobileapps.com/2014/02/11/everyplay-game-recording-network-comes-to-android/

Kontinuierliche Verbesserungen und Updates

Ist eine App erst mal fertig programmiert und steht im App-Store zum Download bereit, beginnt neben dem Marketing auch die kontinuierliche Verbesserung. Es müssen Fehler behoben werden und Funktionen ergänzt oder angepasst werden. Das Aussehen der App muss verbessert werden um die Usability zu verbessern, fehlende Funktionen müssen ergänzt werden, etc.. Jede Änderung bringt ein Update der App mit und erzeugt Aufmerksamkeit beim Spieler. Dies kann negative Aufmerksamkeit sein. Wenn z.B. das Game erst wieder nach dem Update gespielt werden kann und man gerade kein WiFi für den 1GB Download zur Verfügung hat. Es kann aber auch positive Aufmerksamkeit erzeugt werden, wenn man z.B. neue Funktionen freischaltet oder das Design des Spiels wesentlich verbessert.
Auf jeden Fall sollte man mit den Gamern auf allen Kanälen in Kontakt bleiben und genau zuhören. Statt die Wünsche zu ignorieren sollte man eine Roadmap für mögliche Erweiterungen erstellen und mit den engagiertesten Gamern abstimmen. Durch den kontinuierlichen Kontakt und die Mitbestimmung der Nutzer steigen Engagement und Loyalität und ganz nebenbei wird die App immer besser und besser. Aber nicht übertreiben sonst wird aus einem Tetris noch ein Snake. :-)

Widgets und Notifications

Widgets und Notifications sind in vielen Fällen eine sinnvolle Erweiterung für eine App, die etwas im Hintergrund macht und dem Nutzer diese Informationen an verschiedenen Stellen präsentieren möchten. Aber auch Spiele können diese Funktion nutzen und die Aufmerksamkeit steigern. Auch wenn hier das Spiel schon installiert sein muss, und der Gamer ein Widget erst bewusst und absichtlich auf dem Home-Screen platzieren muss um das Widget permanent vor Augen zu haben. Aber das geht nur, wenn ihm diese Möglichkeit überhaupt angeboten wird.

Lokalisierung/Internationalisierung (Qualität)

Was soll ich dazu noch sagen. Ich zitiere mal kurz:

“China, one of the fastest growing mobile device markets in the world”

Quelle: http://www.mobyaffiliates.com/blog/top-mobile-marketing-trends-2014/

Daher ist es entscheidend, ein Game nicht nur in deutscher Sprache und selbstverständlich auch in englischer Sprache zu produzieren sondern auch in chinesisch. Das bedeutet nicht nur Texte und Sprachausgaben, sondern auch Bilder und Farben an die Bedürfnisse der jeweiligen Nationalität und Kultur anzupassen. Hier kann man so viel falsch machen und es gibt nur so wenig Experten für diese Belange (wenigstens hier in Deutschland. In China sieht das ganz anders aus :-) ). Ich sehe jedenfalls rosige Zeiten auf die Branche der Internationalisierung und Lokalisierung von Apps und Spielen zukommen.

  1. China
  2. USA
  3. Indien
  4. Russland
  5. Japan
  6. Indonesien
  7. Brasilien
  8. Deutschland
  9. UK
  10. Mexiko

Infografik: Die Top 10 Smartphone-Nationen 2015 | Statista

Banner Werbung

Aus der Sparte “Evergreens” ist die Bannerwerbung eine der einfachsten Möglichkeiten, Aufmerksamkeit zu erregen und eine App oder ein Spiel bekannt zu machen. Leider ist es auch eine der teuersten Möglichkeiten, das App Marketing zu machen und wenn man es schon macht, dann auch richtig.
Online Banner-Werbung auf den richtigen Webseiten (Themenrelevant und Reichweiten stark) und Mobile Ads in Reichweiten starken Apps und Games mit Rich Media und Video Inhalten, die man zwar auch wieder teuer produzieren lassen muss, aber laut der Mobile Advertising Industrie lohnt sich das.

Fazit

App Promotion ist eine vielfältiges Betätigungsfeld. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten um die eigene App bekannter zu machen. Leider haben nicht alle Entwickler die Möglichkeiten, die App Promotion Maßnahmen durchzuführen. Einige Unternehmen haben das erkannt und sich auf diese Nische spezialisiert. Wer sich der Aufgabe also nicht gewachsen fühlt, sollte hier den Spezialisten ran lassen oder eine innovative “Guerilla-Marketing” Methode aus dem Hut zaubern können.

Code Beispiele für Android Lollipop

STAMP

Mit der Einführung von Android 5.0 Lollipop , hat Google mehr als 20 neue Codebeispiele veröffentlicht um den Entwicklern die neuen Funktionen zu präsentieren. Die Codebeispiele kann man ganz einfach im Android Studio 1.0 importieren, compilieren, installieren und ausprobieren :-).

Einfach im Menü unter “Datei” > “Import Sample” das Beispiel auswählen. Android Studio 1.0 erstellt automatisch ein neues Projekt für das Beispiel so dass man mit den Beispiel Code nach belieben herumexperimentieren kann.

Links:
http://android-developers.blogspot.de/2014/12/new-code-samples-for-lollipop.html
http://developer.android.com/samples/new/index.html?utm_campaign=lollipopsamples-1214&utm_source=dac&utm_medium=blog

Canva macht einen Designer aus mir :-)

STAMP (1)

Dank Canva bin ich zum Designer geworden. Seit ich mir vorgenommen habe, jeden Post mit einem Bild zu versehen, habe ich nach einer Lösung gesucht, die mir dabei hilft, schnell und einfach ein solches Bild zu erstellen.
Dabei habe ich schon so einiges ausprobiert und sogar schon angefangen, etwas eigenes zu programmieren. Doch dann habe ich Canva entdeckt.

Zitat:
“The easiest to use design program in the world”
The Webbys

Zitat:
“Canva enables anyone to become a designer”
PSFK

Dank Canva kann jeder zum Designer werden … sogar ich. Ich habe es natürlich direkt ausprobiert und war positiv überrascht, wie einfach es ist, mal schnell etwas zusammen zu klicken. Dabei hat mir die intuitive Bedienung und die vielen verfügbaren Elemente sehr geholfen. Das erste Ergebnis kannst Du ja hier schon bewundern (siehe oben).
Aber ich höre schon die Stimmen der ewigen Zweifler und derer, die sich schon vor Canva als Designer bezeichnet haben.

„Designen ist mehr als das herum schubsen von Elementen.„
„ A fool with a tool is still a fool”
„So ein Dienst kann den richtigen Designer nicht ersetzen.“
„Designer brauche viel Erfahrung, um ein gutes Design erstellen zu können“
„Designen ist eine Kunst und kein Handwerk“

Aber trotz der (vermutlich gerechtfertigten) Kritik ist Canva gut geeignet, um mal kurz eine Postkarte oder eine Grafik für ein eBook, eine Präsentation oder eine Infografik zu erstellen, ohne gleich eine Adobe Lizenz kaufen zu müssen.

Wie funktioniert denn dieses Canva nun?

Der Designer würde sagen: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ aber ein Video tu es auch :-).

Wie man im Video sieht ist Canva kinderleicht zu bedienen und liefert (in meinen Augen) brauchbare Ergebnisse, die sich nicht verstecken müssen. Sofern man einen Hauch von Begabung mitbringt. Für diejenigen, die kein Talent haben, wird sogar eine „Design Schule“ angeboten. In dieser Design Schule kann man die Grundlagen guten Designs lernen.

Was kostet Canva?

Canva ist kostenlos. Auch wenn dahinter natürlich kommerzielle Interessen stecken kann Canva kostenlos genutzt werden. Kosten entstehen nur, wenn man die „Premium Bilder“ verwenden möchte. Ein Bild kostet im Moment 1$. Das ist nicht sehr viel und auch wenn man nur die kostenlosen Bilder und Design Elemente verwendet. kann man schon eine Menge machen.

Fazit

Canva ist ein Design Tool, mit dem der Anfänger schnell die ersten Erfolge sieht, auch wenn ein Profi Designer nicht ersetzt werden kann. Allerdings ist das Tool ideal geeignet, wenn man ein schmales Budget hat.

Canva

Falls Du ein Design mit Canva erstellt hat, hinterlasse mir doch einfach hier einen Kommentar mit einem Link zum Design. Ich bin schon gespannt auf die Kreationen.

Google Developer Content ist nun auch offline verfügbar

DEV_KIT_2_1

Jeder, der schon mal für Android entwickelt hat und kein Internet hatte kennt das Problem der Informationsbeschaffung. Wichtige Informationsquellen wie z.B. Stackoverflow, die Google API, Vogella und die endlosen Blogs und Tutorials sind plötzlich nicht mehr erreichbar.
In einer Welt in der „Always Online“ realität geworden ist, ist das eigentlich ein fast undenkbarer Zustand. Aber nicht überall auf der Welt ist das so und auch in Deutschland gibt es noch Dunkle Punkte auf der Internet Landkarte.

Besonders als ein Mobiler Software Entwickler der oft in Bus und Bahn unterwegs ist und mit einer mobilen Entwicklungsumgebung wie z.B. AIDE arbeitet sind Funklöscher und aufgebrauchtes Datenvolumen ein echtes Problem. Irgendwie trifft es einen immer im falschen Moment.

Aus diesem Grund habe ich mir vor längerer Zeit einmal die App IT42 entwickelt.
Die App ist optimal an die Bedürfnisse mobiler Android Entwickler angepasst und enthält die 100.000 besten “Stackoverflow.com” Topics für Android Entwickler.

Nun hat Google das Problem auch erkannt und die eigenen Google Developer Ressourcen zum Download zur Verfügung gestellt.
Darin enthalten sind:

• The entire I/O Dev Bytes Series
• Full Google Udacity course videos (Android, App Engine, HTML5 games, UX, Mobile Web)
• The entire Android Website: http://developer.android.com
• Material Design docs from http://google.com/design
• Web Fundamentals documentation from http://developers.google.com/web
• The Google Cloud Platform docs from https://developers.google.com/cloud,
• Android, Cloud, and Design videos from the Google Developers YouTube channel

Alles in allem sind das ca. 30 GB Daten. Viel zu viel um alles auf einem Android Tablett oder Smartphone immer bei sich zu haben. Als Typische Zielgruppen und Anwendungsgebiete werden im Readme z.B. Code Labs, Hackathons, Viewing parties, Reference and self study, Udacity study und Hosted within local intranet angegeben.

Da die Inhalte alle unter der Creative Commons und der Apache Lizenz stehen, darf der Inhalt auch ausdrücklich unter Einhaltung der Lizenzbedingungen weitergegeben werden.

Leider ist mir der Download momentan verwehrt. Beim Versuch eine der Zip Dateien herunter zu laden bekomme ich immer den Fehler „Diese Datei kann momentan nicht angezeigt oder heruntergeladen werden.“. Also heißt es Geduld haben und noch ein wenig warten bevor ich eine Offline Kopie der Google Developer Unterlagen mein eigen nennen kann.

Google Drive – Quote überschritten

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt darauf, alle Daten offline zu haben. So kann man besser und effektiver suchen und damit auch programmieren.

Links:
Bandwidth challenged? Amazing Google Developer content is now available offline

Update (05.12.2014)

Nun hat Google doch noch eine Lösung gefunden und man kann die Dokumente nun über die Links auf der Seite https://sites.google.com/site/gdgdevkitpilotreadme/home/downloads downloaden.
Nachdem ich nun schon langsam an der Kompetenz von Google gezweifelt habe, Dateien zum Download zur Verfügung zu stellen, ist das Nikolaus Geschenk für mich doch noch pünktlich angekommen. :-)

Ein App Icon erstellen

Jedes mal, wenn ich wieder eine App programmiert habe und sie im Play Store veröffentlichen möchte, stellt sich mit die Frage nach dem richtigen App Icon. Das App Icon ist das erste was der der zukünftige Nutzer der App zu Gesicht bekommt und der erste Eindruck ist bekanntlich der wichtigste.

Das App Icon sagt bereits viel über die Qualität der App aus und muss das Gesamtbild der App harmonisch abrunden. Es sollte die Funktionalität beschreiben ohne sich in Details zu verlieren. Also ganz nach dem Motto. “Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.”

Entscheidet sich ein Nutzer dazu, die App zu installieren, wird das Icon von da an auf dem Smartphone oder Tablett sichtbar sein. Daher muss das Icon ansprechend gestaltet sein. Leider gibt es aber ganz unterschiedliche Persönlichkeitstypen, die ganz unterschiedlich angesprochen werden sollten. Einen schönen Beitrag zum Neuromarketing kann man unter http://www.sunlab.de/viele-wege-fuehren-nach-rom-zur-conversion-optimierung/ nachlesen.

Zitat:
“Es gibt 3 primäre Vektoren, die das Verhalten eines Menschen bestimmen: Stimulanz, Dominanz und Balance. Je nach Typ sind ein oder zwei dieser Vektoren besonders stark ausgeprägt, was dazu führt, dass ein Mensch einem bestimmten Persönlichkeitstyp zuzuordnen ist.”

Da ich mich aber eher als Programmierer sehe und ich nur sehr oberflächliches Know How über Neuromarketing oder Farbwahl habe gehe ich meistens eher pragmatisch vor.

Als erstes sehe ich mir mal die App Icons vergleichbarer Apps an, die schon bei Google Play gelistet sind. Meistens gibt es schon eine Reihe ähnlicher Apps (die dann aber nicht halb so gut wie meine eigenen Apps sind :-) ). Da ich meine Apps in erster Linie für mich selbst programmiere, bin ich auch die Zielgruppe und daher sollte ein App Icon das mich anspricht, auch andere potentielle Nutzer ansprechen …. hoffe ich.

Aktuell habe ich gerade eine Floating Stopuhr App erstellt, für die ich nun ein App Icon benötige. Also suche ich erst mal in Google Play nach “Stopwatch”.

stopwatch   Android Apps auf Google Play

Das Ergebnis zeigt eine Auswahl an möglichen Icons von existierenden Apps zum Thema “Stopuhr”. Mich persönlich spricht eher das “StopWatch & Timer” App Icon an. Das Icon ist klar, ohne viele Details und auf den ersten Blick ist klar, was die App für eine Funktion hat. Daher versuche ich mich bei der Auswahl/Erstellung meines eigenen App Icons daran zu orientieren.

Da ich leider nicht das Talent habe, ein App Icon zu erstellen, bediene ich mich vorhandener Cliparts, die ich bei verschiedenen Portalen finden kann. Bei der Auswahl ist immer darauf zu achten, dass die Lizenzbedingungen eingehalten werden. So sind mir Public Domain oder CC Cliparts natürlich am liebsten. Diese finde ich oft unter:

  • openclipart.org
  • iconfinder.com

    Daneben gibt es noch viele andere Protale, aber diese beiden sind mir die liebsten und ich finde in den meisten Fällen, was ich suche.

    Search results for  stopwatch  clipart   Openclipart
    Eine Suche in der Openclipart Bibliothek liefert doch schon ganz gute Ergebnisse und ich entscheide mich für eine recht schlichte Variante.

    dtjohnnymonkey_Stopwatch_(shaded_

    Da es sich bei den Bildern der Openclipart Bibliothek um Vektorgrafiken handelt, kann man diese mit einem Programm wie z.B. Inkscape nachträglich noch ganz einfach anpassen und nach den eigenen Bedürfnissen ergänzen. Nach ca. einer halben Stunde rumprobieren habe ich dann mein App Icon in einer Auflösung von 512×512 Pixeln. Das ist die Auflösung, die der Google Play Store für den Eintrag verlangt.

    Stopwatch

    Mit hilfe der vielen kostenlosen Cliparts ist es mir möglich, schnell und einfach ein App Icon zu erstellen, dass nicht aussieht, als hätte es ein 4-Jähriger mit Paint gemalt :-).

  • Mit diesen Programmierkenntnissen verdient man das meiste Geld

    In meinem Artikel Programmierung – Quo vadis? habe ich vor längerer Zeit mal die Top Themen für Software Entwickler zusammengestellt. Allerding ging es in der Auswertung nicht um Geld sondern um die Zukunft der Technologie.

    In diesem Artikel geht es mal nur um das Geld. Denn ein US Unternehmen hat eine Analyse gemacht und dabei die 12 wertvollsten Programmierkenntnisse identifiziert. Diese lassen sich vermutlich nicht 1 zu 1 auf den deutschen Markt übertragen. Trotzdem wird es in Deutschland einen ähnlichen Trend geben, der vergleichbare Gehälter ausspuckt.

    1. Ruby on Rails – $109,460
    2. Objective C – $108,225
    3. Python – $100,717
    4. JAVA – $94,908
    5. C++ – $93,502
    6. JavaScript – $91,461
    7. C – 90,134
    8. R- $90,055
    9. C# – $89,074
    10. Visual Basic – $85,962
    11. SQL – $85,511
    12. PERL – $82,513

    Meine persönliche Einschätzung zu den einzelnen Themen:

    Ruby on Rails

    Das Ruby on Rails auf Platz 1 steht verwundert mich wirklich. Es liegt vermutlich daran, dass es zu wenig Experten auf dem Gebiet gibt. Allerdings glaube ich nicht, dass sich jetzt noch ein Einstieg lohnt.

    Wie man in der Abbildung sieht, schwindet das Interesse kontinuierlich und langfristig wird Ruby nur ein Leben in der Nische fristen.

    Objective C

    Da ich selbst einige Erfahrung mit Objective C gemacht habe kann ich dazu nur sagen: “Wer Schmerzen mag kann sie hier bekommen und wird auch noch gut dafür bezahlt.”

    Python

    Den Hype um Python verstehe ich nicht. Die Programmiersprache hat schon einige Jahre auf dem Buckel, ist aber nicht tot zu kriegen. Erschienen ist sie schon 1991 und seit mindestens 10 Jahren it Python eine Programmiersprache, die auch im Enterprise Umfeld genutzt wird. Ich selbst habe in der Anfangszeit von Python mal ein Buch durchgearbeitet. Wir sind aber recht schnell wieder auseinander gegangen, da es einfach nicht gefunkt hat. Trotzdem begegnet mir Python im Alltag so oft, dass ich ständig in Versuchung komme, doch noch mal einen Annäherungsversuch zu wagen.

    Um mal Python im Vergleich zu Ruby und Objective C zu zeigen, habe ich hier noch mal den Google Trend der 3 Programmiersprachen im Vergleich erzeugt. Es ist klar zu erkennen, dass der Python Wert ca. 20 mal so groß ist wie der von Objective C und Ruby on Rails.

    Google Trends   Websuche Interesse  ruby on rails  objective c  python   Weltweit  2004   heute

    Java

    Java ist die Programmiersprache meiner Wahl. Ich bin ihr seit fast 20 Jahren treu und auch wenn ich immer wieder mal anderen Programmiersprachen hinterher schaue, bleibe ich doch bei Java … und das ist auch gut so :-).

    Hier noch mal Java und Python im Vergleich.
    Google Trends   Websuche Interesse  ruby on rails  java   Weltweit  2004   heute

    C, C++ und C#

    C und C++ haben auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung und das wird auch noch lange so bleiben. C und C++ sind solide Programmiersprachen die es noch geben wird, wenn ich längs in Rente bin.

    JavaScript

    JavaScript hatte es in den Neunzigern nicht leicht. Irgendwie hat es nie richtig funktioniert, dann noch die Browserabhängigkeit (IE und Mozilla) und und und. Aber spätestens seit node.js, ECMAScript, Cloud und Co. ist JavaScript zu einem Überflieger mutiert der so gigantisch gewachsen ist, dass ich es fast noch immer nicht glauben kann und es geht noch weiter aufwärts.

    SQL

    Auch wenn es heute dank OR Mapping theoretisch auch ganz ohne SQL geht, so ist SQL doch in jedem Projekt von Nöten, dass irgendwie Daten in einer relationalen Datenbank speichert. Daher ist SQL auch ein Thema dass eine erfolgreiche Vergangenheit hat und dank Big Data eine noch erfolgreichere Zukunft haben wird.

    Sonstige

    Alle anderen Themen sind für mich nicht so relevant. So etwas wie R kenne ich ehrlich gesagt gar nicht und Visual Basic kann man für Excel oder Access benutzen. Pearl dagegen ist eher was für Masochisten, die kryptische Ausdrücke lieben, die sie selber nach 5 Minuten schon nicht mehr verstehen.

    Fazit

    Egal wofür man sich entscheidet. Arbeit gibt es auf jeden Fall genug und an den Gehältern kann man erkennen, dass Programmierer in der Regel nicht am Hungertuch nagen. Also ab die den nächsten Buchladen und erst man mit dem “Programmieren für Dummys” anfangen. Der Rest ergibt sich dann schon irgendwie.

    Quelle:
    http://qz.com/229570/here-are-most-valuable-skills-in-americas-tech-job-market/