Eport-E20 und Arduino

Eport-E20 ist eine unabhängige, kompakte, integrierte Lösung, die eine einfache Verbindung zwischen der serielle Schnittstelle und einem Ethernet-LAN Kabel bietet. So können z.B. Mikrocontroller wie der Arduino mit einem Eport-E20 ausgestattet werden und einfach über das Internet aufgerufen und gesteuert werden.

Für so eine kleine Kiste hat der Eport-E20 eine sehr beeindruckende Spezifikation.

  • MIPS MCU with 2MB Flash and 128KB RAM
  • Use FreeRTOS Operation System
  • Support TCP/IP/Telnet/Modbus TCP Protocol
  • Support Serial To 10/100M Ethernet Conversion, Serial Speed Upto 921600 bps
  • Support 10/100M Ethernet Auto-Negotiation
  • Support Easy Configuration Through a Web Interface
  • Support Security Protocol Such As AES/DES3
  • Support  Web OTA Wirelss Upgrade  
  • Single +3.3V Power Supply
  • Size: 50 x 23 x 11 mm (L x W x H) 
  • CE/RoHs Certificated

Alle weiteren Details zur Spezifikation findet man unter http://www.hi-flying.com/eport-e20

Laut Hersteller ist der Eport-E20 für folgende Anwendungen geeignet:

  • Remote equipment monitoring
  • Asset tracking and telemetry
  • Security Application
  • Industrial sensors and controls
  • Medical devices
  • ATM machines
  • Data collection devices
  • Universal Power Supply (UPS) management units
  • Telecommunications equipment
  • Data display devices
  • Handheld instruments
  • Modems
  • Time/attendance clocks and terminals

Der Eport-E20 ist bei Aliexpress.com für unter 7€ zu haben. Das ist Grund genug für mich, das kleine Teilchen mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Eport-E20 Pin Definition

PinBeschreibungNameTypBemerkungen
1GPIOGPIO1I/OKann als UART1:TXD2 konfiguriert werden
2GPIOGPIO2I/OKann als UART1:RXD2 konfiguriert werden
3UART0CTSO Kann als GPIO konfiguriert werden
4External Reset InnRSTI, PU Low = Reset
5UART0 RTS IKann als RS485 Kontrol-Pin konfiguriert werden
6Multifunktions-PinnReloadI,PU*1)
7LED indicatorLED2_DataO*2)
8UART0RXDI3.3V, TTL
9UART0TXDO3.3V, TTL
10GroundGNDGND
11+3.3V PowerDVDDPower+3,3V
12LED indicatorLED1_LinkO*3)
EGNDEGNDEGNDEGND*4)

*1) Setzt man diesen Pin auf Low, bevor man das Gerät eingeschaltet (oder zurücksetzt), wird das Gerät in dem Modus für die Aktualisierung der benutzerdefinierten Firmware versetzt. Die entsprechenden PC-Tools können auf der Hi-Flying Website heruntergeladen werden.
Setzt man diesen Pin länger als 3 Sekunden auf Low nachdem das Gerät eingeschaltet ist, wird alles auf Werkseinstellungen zurückgesetzt.
Hi-Flying empfiehlt dringend, den Pin nicht offen zu lassen.

*2) Wenn Daten gesendet und empfangen werden, blinkt diese LED. Wenn keine Daten gesendet und empfangen werden, ist der LED2_Data-Pin High.

*3) Wenn Ethernet angeschlossen ist, wird Low ausgegeben, wenn keine LAN-Verbindung besteht, wird High ausgegeben.

*4) Earth-GND, dient zur Abschirmung des EMV-Signals. Ist intern mit dem Ethernet-Metallgehäuse verbunden. Es ist nicht erlaubt, Earth-GND mit GND zu verbinden.

So weit so gut. Damit sind die wichtigsten Infos für einen ersten Test auf dem Breadboard schon mal vorhanden.

Eport-E20 auf dem Breadboard

Leider ist es nicht möglich, das Eport-E20 Board auf eine Breadboard zu stecken. Die Pins 1-12 sind nicht “Breadboard-friendly” und die EGND Pins neben dem LAN Stecker sind nicht mal im 2.54 mm Raster.

Das ist schade, aber kein Show-Stopper. Mit ein wenig Geschick und 2 Feather Stacking Headers schafft man es trotzdem, das Ding auf ein Breadboard zu bringen.

Nun also erst mal alles verkabeln. Die Pins 4, 6, 10 und 11 müssen mindestens verwendet werden. Die LEDs an den Pins 7 und 12 sind optional und in meinem Fall mit 250 Ohm Widerständen gegen Masse verbunden. 205 Ohm ist zwar etwas zu viel, aber für mich reicht es erst mal. Zum Schluss muss noch RX und TX (Pin-8 und Pin-9) und LAN verbunden werden. Dazu ist aber eine LAN Verbindung nötig und ein RX/TX Gerät….

Für den ersten Test habe ich den Eport-E20 mit einem einem FTDI232 Adpapter verbunden und ein Lan Kabel an den Switch angeschlossen.

Leider ist die LED1_Link LED nicht ausgegangen, wie ich es bei einer funktionierenden LAN-Verbindung erwartet hätte. Auch die LEDs an LAN-Buchse geben nicht viel Anlass zu Hoffnung. Sicherheitshalber habe ich noch mal in der Fitz.Box gecheckt, ob sich hier ein neues Gerät angemeldet hat, aber auch hier – Fehlanzeige. Um das Kabel auszuschließen habe ich das verwendete LAN Kabel auch noch mal mit einem Raspberry-PI verbunden. Hier funktioniert alles wunderbar. Wieder mit dem Eport-E20 verbunden und alle Lampen sind aus. 🙁

So einfach ist es wohl nicht. Also dann mal sehen was ich vergessen habe. Unter http://www.hi-flying.com/eport-e20 gibt es noch ein Eport Series User Quick Manual. Evtl. lohnt es sich, hier mal einen Blick rein zu werfen ….

Leider ist auch das erfollos.

Damit endet die zarte Beziehung zischen UART und LAN für mich auf eine unerwartete und plötzliche Art und Weise mit der ich nicht gerechnet habe. Glücklicherweise habe ich in diese Verbindung nur knapp 7€ investiert so dass der Schmerz verträglich ist. 🙂

Falls Irgendwer eine Idee hat, was ich falsch gemacht haben könnte bitte kurz im Discord channel melden. https://discord.gg/aynnpf


Trete dem Discord Chat bei

Meine Apps im Google Play-Strore
Jetzt bei Google Play


Das könnte Dich auch interessieren.
Nachdem ich in den letzen Tagen immer wieder Problem mit Flutter hatte, habe ich heute
Git ist eine freie Software zur verteilten Versionsverwaltung von Dateien, die mittlerweile jeder kennen sollte,
Durch einen Podcast (Revision 403: Meta-Frameworks | Working Draft) bin ich auf ein JavaScript Framework