Every Business Is a Digital Business

internet_schema„Every Business Is a Digital Business“: So steht es in der Einleitung zur „Accenture Technology Vision 2014“ von Accenture. Das Dokument ist dazu da, um Führungskräften aller Branchen eine technologische Vision/Inspiration zu geben und die möglichen Technologien im Unternehmen aufzuzeigen.

Es handelt sich in der aktuellen Fassung von 2014 um Trends, die schon von einigen Unternehmen in unterschiedlichen Branchen experimentiert wird. In einem Digitalen Business ist es von entscheidender Bedeutung, sich für die richtigen Technologien und Lösungen zu entscheiden. Für diese Entscheidung müssen Kundenbeziehungen, Kosten Nutzen Verhältnis und andere Anforderungen bewertet werden und die Rolle des Unternehmens und die möglichen Expansionspfade in andere Branchen überprüft werden, denn laut Accenture ist die Überwindung der  Branchenbarrieren eine große Chance zur Eröffnung neuer Wachstumsperspektiven.

In den nächsten 3 Jahren wird das Rennen um die Digitalisierung der Geschäftswelt entschieden und wer es schafften will, sich an die Spitze des Marktes zu drängen und zur Leitfigur zu werden, muss die Initiative übernehmen und dieses Rennen für sich entscheiden.

Schon jetzt gehen immer mehr Unternehmen, deren Umfeld nicht in der IT-Branche ist, immer mehr und mehr in die Themen der Digitalen Welt und versuchen, beim digitalen Wandel die Führung zu übernehmen, dass nur den IT-Trends zu folgen, da sie erkannt haben, dass in dem Bereich noch viele Wachstumschancen vorhanden sind und investieren große Mengen an Kapital und Personal in die Mitgestaltung des Technologiewandels.

Im „Accenture Technology Vision 2014“ werden die wesentlichen Technologie-Trends der Zukunft genauer beleuchtet, um Führungskräften die Chancen des Digitalen Business näher zu bringen und ihnen zu ermöglichen, selbst zu Treibern der digitalen Welt zu werden.

Zitat:
Wer jetzt die Gelegenheit nutzt, sein Geschäft neu zu definieren und auszurichten, wird mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen belohnt. Dann setzt nur noch die eigene Phantasie dem Wachstum dieser Unternehmen eine Grenze.
http://1br.de/digital

Folgende 6 Themen stehen im Accenture Technology Vision 2014 im Vordergrund:

  1. Internet der Dinge
    Wie nicht anders zu erwarten, hat Accenture dieses Thema auch längst als Trendthema erkannt und sieht für Unternehmen in diesem Bereich eine rosige Zukunft.
    Ich persönlich bin auch überzeigt davon, dass sich hier in der nächsten Zeit noch viel tun wird und sich auch schon viel getan hat. So ist mein Fernseher immer Online und der Kühlschrank tauscht Informationen mit der Kühltruhe aus.
  2. Kunden sind die neuen Mitarbeiter
    Klingt erst mal komisch, ist aber eigentlich in der realen Welt schon ein alter Hut. Adidas Kunden tragen Adidas T-Shirts und machen damit kostenlose Werbung für das Unternehmen. So wird der Adidas Kunde zum Vertriebsmitarbeiter.
    Das Konzept wird laut Accenture nun auch in der Digitalen Welt fortgeführt. So können heute Schon können sich schon Heute Menschen aus aller Welt an der Übersetzung von Software beteiligen (http://zanata.org/) oder die Finanzierung von neuen Produkten ermöglichen (https://www.kickstarter.com/) um mal 2 prominente Beispiele dafür zu nennen. Damit wird die Grenze zwischen dem Mitarbeiter und dem Konsumenten aufgeweicht und eine noch stärkere Produktbindung beim Kunden erzeugt.
    Meiner Meinung nach „Ganz großes Kino“ für die Unternehmen, wenn es ihnen gelingt, die Kunden dazu zu bringen, sich noch mehr für das Unternehmen zu engagieren.
  3. Daten abteilungsübergreifend verfügbar machen
    Wer sich fragt, warum noch immer ein Thema ist, hat noch nie in einem Konzern gearbeitet, bei dem die Abteilungen oft konkurrierende Interessen haben und sich dann auch gerne mal einen Stock zwischen die Beine werfen. Denn nicht immer ziehen alle Mitarbeiter eines Unternehmens an einem Strang. Nach meiner Erfahrung wächst dieses Problem mit der Größe des Unternehmens und es wird immer schwieriger, alle Beteiligten davon zu überzeugen, dass ein offener Umgang und eine Offenlegung der Informationen untereinander von Vorteil für Alle ist.
  4. Hardware wird wieder ein Thema
    Da war doch noch was?
    Heute, wo alles mögliche und Unmöglich nur noch in der Cloud oder auf virtuellen Maschinen läuft, ist das Thema Hardware zur Nebensache geworden, aber eine Infrastruktur, die nicht von Cloud-Dienstleistern und schwächelnden Netzwerken und evtl. auftretenden Sicherheitslücken abhängig ist, kann den entscheidenden Wettbewerbsvorteil ausmachen.
    Ich persönlich bin ein großer Fan von Cloud Diensten und nutze sehr gerne Watchever, Google Play Music, Amazon Cloud Play und die Kindle Cloud, aber ich würde nie auf die Idee kommen, meine Rechnungen in der Dropbox zu speichern oder Daten in der Cloud zu speichern die entweder sensibel sind oder auf die ich permanenten Zugriff benötige, bevor die NSA nicht eine Public API auf ihre Datenbank zur Verfügung stellt :-).
  5. Software als Kernkompetenz
    Einfache und modulare Anwendungen. Ob auf dem Desktop oder mobil. Der Trend geht in diese Richtung und ein Unternehmen, dass eher große Versionsschritte macht und Release-Zyklen von mehren Jahren hat statt kleine Schritte zu gehen, steht oft schlechter da, als ein Software-Hersteller, der ein modulares Konzept verfolgt und die Politik der kleinen Schritte verfolgt. Die Anwender werden es ihm danken, wenn nicht mit jedem Release gleich die komplette Anwendung auf links gedreht wird und die Bedienung simpel und intuitiv ist.Besonders Web-Anwendungen haben hier den großen Vorteil, dass sie nicht bei jeder Änderung komplett ausgerollt werden müssen, da der Client idealerweise ein HTML Client ist, der im Browser läuft und sich automatisch aktualisiert, wenn die Anwendung von Anwender neu geladen wird. Somit bleibt der Austausch der Clients aus was die Kosten reduziert und die Release Zyklen noch mal verkürzen kann.
  6. Ausfallsicherheit der Systeme
    Ist das wirklich so neu? Nein, genau wie die anderen Themen handelt es sich hierbei um ein Thema das nicht neu ist sondern immer mehr in den Fokus der IT-Führungskräfte rücken muss. Datenschutz, Abwehr von Cyber-Attacken und eine „Rund um die Uhr“ Verfügbarkeit sind in einer globalisierten Welt unverzichtbar.Eine widerstandsfähige IT-Architektur und eine permanente Überwachung der geschäftskritischen Prozesse ist ohne Zweifel ein wesentlicher Gesichtspunkt bei der Planung neuer IT Funktionen und darf nicht auf Grund von gesteigerten Kosten kleingeredet werden. Auch hier sind die IT-Verantwortlichen in der Pflicht, die Stakeholder über die Konsequenzen zu informieren und dafür zu sorgen, dass nicht am falschen Ende gespart wird.

Fazit:

Das 112 Seiten umfassende Dokument enthält umfangreiche Informationen und Argumentationshilfen, um bei der nächsten Strategieplanung bessere Entscheidungen in Bezug auf das Digitalen Business zu treffen.

Mit der „Accenture Technology Vision 2014“ hat man einen starken Partner an der Seite und kann sich selbst mal wieder auf die Spur bringen, falls man in der Vergangenheit schon mal eine totes Pferd geritten hat (ohne es zu merken).

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