Google IO 2015 was erwartet uns dieses Mal?

Google IO 2015

Einmal im Jahr ist die Google IO. Eine Entwicklerkonferenz von Google, die seit 2008 jährlich im Moscone Center in San Francisco, Kalifornien stattfindet. Diese Jahr startet die Google IO am May 28. Auf der Google I/O werden Innovationen und aktuelle Trends in Hard- und Software von Google besprochen. Darunter fallen z.B. Themen wie Android, Chromebooks, Google Glass, Projekt Ara, etc.

Neben der Präsentation auf der Google IO gibt es „Sessions“ die bestimmte Themen im Detail betrachten um Entwicklern den Einstieg zu erleichtern. Die Google I/O wird daher als ein sehr wichtigster Termin zur Beschaffung von aktuellen Informationen über die neusten Google-Produkte angesehen.

Wer nicht die Möglichkeiten hat, die Google IO selber zu besuchen, muss nicht traurig sein, da die Sessions live übertragen und nach kurzer Zeit bei Youtube veröffentlicht werden. Man hat die Informationen dann zwar nicht unbedingt als Erster und hat auch nicht die Möglichkeit Fragen zu stellen und mit den Machern der Google IO ein Bierchen trinken zu gehen, aber als Entwickler sollte man sich schon auf dem laufenden halten und sich wenigstens die Keynote ansehen.

Auch dieses Mal wird auf der Google IO vermutlich eine eine Fülle von spannenden Ankündigungen, Entwicklungen und neuen Produkten zu sehen sein. Aber, was genau auf der Google IO 2015 präsentiert wird weiß man noch nicht so genau. Anhand der Google IO 2015 Agenda (https://events.google.com/io2015/schedule#) Lassen sich aber schon einige Vorhersagen treffen.

Folgende Themen werden wohl die Schwerpunkter der diesjährigen Google IO sein.

Selbst fahrende Autos

Im Mai 2014 stellte Google sein selbstfahrendes Auto erstmals vor. Im Vergleich zwischen menschlichem Fahrer und selbstfahrendem System sollte nun keinen Unterschied im Fahrverhalten mehrfeststellbar sein. Das Auto konnte selbstständig Lernen, die Umgebung erfassen und Interpretieren. Damit kann in Zukunft der Mensch als größter Fehlerfaktor beim Autofahren eliminiert werden. Als Start für den Massenmarkt wünscht sich Sergey Brin das Jahr 2017 was von dem meisten Experten für unrealistisch gehalten wird. Allerdings sind selbstfahrende Autos für Google ein ganz großes Ding. Sollten sie es schaffen, die selbstfahrenden Autos länderübergreifend auf die Straße zu bringen, wird das die Mobilität deutlich verändern. Google hat in den letzten Jahren hart an der Idee der selbstfahrenden Autos gearbeitet und eine Innovation nach der anderen geschaffen. Auf der Google IO wird Google wohl den Stand der aktuellen Entwicklung präsentieren und einen Ausblick auf die Zukunft der selbstfahrenden Autos zeigen.
Meiner Meinung nach wird es Zeit, dass Google sich mit Tesla zusammenfindet und die Google Technik in die Tesla Autos einbaut. Wenn dass passiert, werde ich meinen Golf verkaufen und ….

Material Design

Material Design ist eine von Google entwickelte Design-Sprache die auf der Google IO -Konferenz am 25. Juni 2014 vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich um ein Design mit verstärkter Nutzung von Grid-basierten Layouts, ansprechende Animationen, animierten Übergängen und Tiefenwirkungen mit Hilfe von Licht und Schatten. Das Thema Material Design wird auch diese Jahr ein wichtiges Thema. Google hat das Material Design schon auf der letzten Google IO ganz stolz präsentiert, den Designern die Vorzüge nahegebracht, den Entwicklern die Umsetzung erklärt und massenweise Design Templates, Code Samples etc. veröffentlicht. Mittlerweile ist Material Design bei fast allen Google Apps und Diensten angekommen. Auch andere Entwickler setzten mehr und mehr auf dieses Design und Google wird darauf aufbauen und die Wichtigkeit des Themas auf der Google IO noch einmal ansprechen.

Android M

Das neue Android Betriebssystem heißt „M“. Wofür das M steht werden wir sicher auch auf der Google IO erfahren. Allerdings ist Android L noch weit entfernt von einem nennenswerten Marktanteil. Die meisten Geräte laufen noch mit Android 4.X und ich bin gespannt, wie Google es schaffen will, dass Android M schneller auf die 1.3 Milliarden Android Geräte verteilt werden soll.

Google Glass

Google Glass ist ein winziger tragbarer Computer, bestehend aus Zentralprozessor (CPU), Arbeitsspeicher (RAM), Mikrofon, Kamera, Knochenleitungs-Lautsprecher, Bluetooth, WLAN, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Akku und Prismaprojektor als Display. Google Glass ist auf einem Brillenrahmen montiert und blendet Informationen auf dem Prismaprojektor in das Sichtfeld des Nutzers ein. Diese Informationen werden über das transparente Head-up-Display mit der Umgebung kombiniert.

Tot oder nicht. Ich habe Anfang des Jahres die Chance gehabt, Google Glass mal auszuprobieren und war relativ schnell ernüchtert. Ich konnte zwar innerhalb weniger Stunden eine App für Glass kompilieren und laufen lassen, aber es gibt einfach zu viele Probleme, die noch nicht gelöst sind. Da sind z.B. Akku-Leistung, Display Auflösung und der Preis. Aber auch andere Probleme wie z.B. Datenschutz und die Akzeptanz der Mitbürger müssen noch gelöst werden, bevor Google Glass richtig erfolgreich werden kann. Trotzdem wird das Thema auf der Google IO sicherlich aufgegriffen und Google wird noch einmal deutlich machen, welchen Mehrwert Google Glass für jeden von uns hat.

Projekt Ara

Project Ara ist ein Projekt von Google, bei dem es das Ziel ist ein modulares Smartphone zu entwickeln. Dabei handelt es sich um ein Gerät, bei dem es möglich ist einzelnen Bestandteile des Handys hinzufügen oder zu entfernen. Das Ziel von Projekt Ara ist es, ein Smartphone zu haben, dass nicht alle paar Jahre überholt ist und ausgetauscht werden muss. So wird das Handy über längere Sicht billiger und der durch die vielen Smartphones verursachte Elektroschrott wird reduziert. Zusätzlich lässt sich damit ein Smartphone kreieren lassen, dass den eigenen Wünschen anpassbar ist. Von Projekt verspreche ich mir in naher Zukunft sehr viel. Google arbeitet schon seit ein paar Jahren gemeinsam mit ein paar ausgesuchten Partnern an dem Projekt, die Google bei der Produktion der Komponenten (Display, Akku, Kamera, Speicher, Prozessor, WLAN, Bluetooth, NFC Sensor, etc.) unterstützen. Als Endkunde kann man die Teile des Smartphones dann selber zusammenklicken und fertig. Ist ein Teil defekt oder veraltet, kann es ausgetauscht werden, ohne dass man ein neues Handy kaufen muss. Alternativ kann man im Urlaub einfach das Bluetooth und das NFC Modul entfernen und dafür eine besseres Kameramodul oder einen zusätzlichen Akku einbauen. Die Möglichkeiten sind endlos. Wie Lego ist das Projekt Ara nur durch unsere Vorstellungskraft begrenzt.

Darüber hinaus wird es auf der Google IO noch um viele andere spannende Themen gehen, die ich jetzt hier aber nicht alle aufführen möchte. Alle Themen findet man auf der Agenda (https://events.google.com/io2015/schedule#) im Netz oder man installiert sich die App zur Google IO, dort findet man auch alle nötigen Infos rund um die Google IO 2015. Wer (so wie ich) nicht live dabei sein kann, hat die Möglichkeit die Keynote und ausgewählte Session im Live Stream zu verfolgen.

Mehr Infos dazu unter: https://events.google.com/io2015/offsite

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